Arcadius Didavi

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Presse

Arcadius-Didavi-Quartett begeistert im THG-Kulturcafé

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“: Ein Konzertbericht aus Aalen über hypnotischen Bass, brodelnde Percussion und die Spielfreude des Arcadius-Didavi-Quartetts.

20.03.2013 · 3 Min. Lesezeit

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Pressebild zum THG-Kulturcafe-Artikel

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Percussion brodelt, der Bass hypnotisiert, eine Gitarre setzt funky Akzente: So eröffnet der Artikel den Konzertabend im THG-Kulturcafé in Aalen. Das Arcadius-Didavi-Quartett wird dabei als „Afrojazz und Funkjazz vom Feinsten“ vorgestellt, gespielt von Thibault Falk, Marcel Van Cleef, Vladimir Karparov und Arcadius Didavi.

Didavi erklärt zu Beginn den Titel „Agbale – Sammlung“: Wie Älteste vor einem Fest um Segen bitten, sammle sich auch die Band in einem Improvisationsdialog, um Inspiration und Kräfte für das Konzert zu bündeln. Von dort aus entfalten sich jazzige Improvisationen, funky Grooves, traditionelle Rhythmen und eine breite Palette perkussiver Sounds.

Der Bericht betont auch Didavis Moderationen: humorvoll bei Liedern über das „Bio-Essen in Afrika“, aber ebenso berührend in Stücken, die seine Erfahrungen als Migrant in Europa spiegeln. „Abolo etondo“ wird mit „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ übersetzt und als polyrhythmischer Dialog beschrieben, der die Spielfreude des Quartetts auf die Spitze treibt.

Zum Schluss stellt der Artikel „N'dombolo chö“, den Freudentanz, als gemeinsame Geste von Bühne und Publikum heraus. Glück, so Didavi in diesem Konzertbericht, falle nicht vom Himmel, sondern beginne damit, die Freude im eigenen Leben zu entdecken und zu leben.