Arcadius Didavi

Arcadius Didavi

Presse

Afro-Jazz vom Feinsten

Ein Konzertbericht aus Böblingen über eine Band, die ihre Musik nicht nur spielt, sondern lebt, und mit Afro Blue, Niatiti und polyrhythmischen Grooves begeistert.

05.08.2014 · 3 Min. Lesezeit

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Sommer am See in Böblingen

Der Bericht beschreibt das Konzert des Arcadius Didavi Quartetts in der Alten TÜV-Halle als ersten Beitrag des Arbeitskreises Konzerte an der Reihe Sommer am See. Trotz nur halb gefüllter Halle, so der Tenor, wurden die Neugierigen nicht enttäuscht.

Besonders hervorgehoben wird die internationale Besetzung: Arcadius Didavi aus Benin mit Vladimir Karparov, Thibault Falk und Dimitris Christides aus seiner Wahlheimat Berlin. Der Einstieg mit Klangcollagen, Chekere und Etno-Flöte führt zunächst in eine offene, beinahe sphärische Atmosphäre, bevor mit Bass und Tenorsaxofon „plötzlich die Post abgeht“.

Der Artikel lobt die Band für ihre rhythmische Raffinesse und ihren Groove: „Afro Blue“ bekomme ein neues Gesicht, das Tenorsaxofon koche, und zugleich könne das Quartett jederzeit in meditative, lyrische Momente kippen. Didavis Niatiti und die selbstgebauten Instrumente seines Gärtringer Schwiegervaters werden ausdrücklich erwähnt.

Besondere Aufmerksamkeit erhält Vladimir Karparov, dessen Spiel mit Michael Brecker verglichen wird. Zugleich würdigt der Text Didavis singenden, funkigen und tänzerischen Bass, Falks harmonische Klammerarbeit und Christides’ rhythmische Ideenvielfalt.

Das Fazit ist eindeutig: vier Musiker, die ihre Musik nicht nur spielen, sondern leben, und die am Ende für lautstarke Begeisterung im Publikum sorgen.